Billige Krankenversicherung oft zu teuer
In der privaten Krankenversicherung werden oft Einsteigertarife mit sehr günstigen Beiträgen angeboten.
Hierbei wird der niedrige Preis häufig mit Leistungen erkauft, die teilweise auf oder unter dem gesetzlichen Niveau liegen. Manche Tarife könnten sogar überproportionale Beitragsanpassungen nach sich ziehen.
Bei Einsteigertarifen ist Vorsicht zu genießen, wenn die private Krankenversicherung nicht mindestens ausnahmslos einen standardisierten Schutz für Psychotherapie, eine generelle Erstattung von Krankenfahrstühlen, die stationäre Unterbringung im Zweibettzimmer sowie mindestens 60 Prozent für Zahnersatz vorsieht.
Häufig werden neben fehlenden Kostenerstattungen für z.B. Kuren und Rehabilitations-Maßnahmen gerade beim Zahnersatz durch eine starke Staffelung die Leistungen erheblich beschränkt. Auch wird bei diesen Tarifen besonders häufig bei Heilpraktiker-Leistungen, Arznei- und Verbandmitteln, Heil- und Hilfsmitteln, beim Zahnersatz hinsichtlich Erstattungshöhe und der Übernahme von Implantaten gespart und der Erstat-tungssatz nach den jeweiligen Gebührenordnungen wird beschränkt.
Wenn nach eingehender Prüfung doch ein solcher Einsteigertarif gewählt wird, sollte wenigstens eine Wechseloption enthalten sein, um ohne erneute Gesundheitsprüfung einen Vollversicherungs-Tarif mit Normalleistungen wählen zu können
12.04.2012
04.07.2011


